Am Montag, dem 13. August 2018, ist Georges Hausemer im Alter von 61 Jahren gestorben.









Letzte Veröffentlichungen:


Wir sehen uns in Venedig
Mein Tumor und ich, ich und mein Tumor, 33 Tage Intensivstation, ein paar davor und viel zu wenige danach


Nach seiner neuerlichen Krebsdiagnose beschloss der Schriftsteller Georges Hausemer im April 2016, in einem Blog über die Erkrankung zu berichten. Unter dem Titel „Mein Tumor und ich“, den er nach einigen Monaten in „Ich und mein Tumor“ änderte, weil er fand, dass der Tumor nicht das Recht hätte, an erster Stelle zu stehen, beschrieb er bis wenige Wochen vor seinem Tod im August 2018 sein Leben mit der Krankheit.

Da Georges Hausemer seine Geschichte nicht mehr selbst zu Ende erzählen konnte, hat seine Ehefrau, die Autorin Susanne Jaspers, den Part übernommen, die Zeit nach dem letzten Blogeintrag zu dokumentieren. Eine von Angst und Hoffnung, Enttäuschung und Zuversicht, von Intensiv- und innerer Station geprägte Zeit.

Was bleibt, ist unendlich tiefe Trauer über den Verlust – und die Hoffnung auf ein Wiedersehen, vielleicht irgendwann in Venedig.​​

Foto: Susanne Jaspers


Schriftsteller


Georges Hausemer & Susanne Jaspers:

Wir sehen uns in Venedig​
272 Seiten, 12 x 20 cm, gebunden mit Schutzumschlag, farbigem Vor- und Nachsatz und Lesebändchen,

mit zahlreichen Fotos, ISBN 978-99959-43-20-2
capybarabooks, Luxemburg 2019, 20,00 €​


Pressestimmen:


»Eine ergreifende Beschreibung seiner allerletzten Reise. (…) Ein lesenswertes Buch über Abschied, Liebe und Leben.« woxx


»Fassungslosigkeit und Wut stellen sich ein bei der Lektüre von Susanne Jaspers‘ Text über das Sterben des geliebten Lebensmenschen und die Welt des Hospitals. Ärzte, die trotz mehrfachen Drückens des Notknopfes nicht kommen, Pfleger, die den Patienten nicht waschen, todkranke Menschen, die auf Krankenhausfluren vergessen werden. Wo das System versagt, muss das Individuum helfen. Gegen den ZDF-Fernsehgarten, der auf einem TV-Gerät auf der Intensivstation läuft, setzt Jaspers Góreckis 3. Symphonie. Gegen den Krankenhausfraß setzt sie Mandarinen. So gerät das Buch, aufgrund der Sehnsucht des Autors nach dem Schönen auf dieser Welt und wegen der Hoffnung der Autorin auf die Genesung des geliebten Mannes, nicht nur zu einer Hommage auf das Leben, sondern auch zu einem Aufschrei gegen ein System, das die Schwächsten und ihre Angehörigen sogar noch in der Stunde ihres Todes demütigt. ›Er hat es geschafft‹, sagt die Ärztin zum Schluss. Und meint damit, der Patient sei gestorben. Gegen die Hölle des Spitals hat Susanne Jaspers ein liebevoll gestaltetes und fesselndes Buch gesetzt, das Georges Hausemer für uns Blühen lässt. Über den Tod hinaus.« forum

»Ein emotional herausforderndes Buch, das exemplarisch leistet, was sonst nur die Fiktion vermag: eine Verschränkung von Innenansicht und äußerer Darstellung, eine vielschichtige Sicht auf einen Menschen und sein Schicksal (…)  Zwei Aspekte an Jaspers‘ Erzählung fallen besonders auf: Zum einen stößt sie den Leser auf ein Gesundheitswesen, das für den Kranken oft wenig übrig zu haben scheint. Krankenpfleger ignorieren Hilferufe, Ärzte tauchen auf und verschwinden, wichtige Dokumente verschwinden, Patienten werden irgendwo auf einem Flur vergessen, wichtige Mitteilungen gehen zwischen Euphemismen und allerlei Wortmüll unter. Am Ende sind es die Putzfrauen und nicht das Krankenhauspersonal, die die Witwe in ihrer Trauer unterstützen. Zum anderen zeigt Jaspers‘ Bericht, wie sich Georges Hausemer bis zum Schluss dagegen gewehrt hat, als Opfer seiner Krankheit aus dem Leben zu gehen. (…) Es ist Jaspers‘ Verdienst, dass sie zeigen kann, wie Hausemer seine Selbstbestimmung bis zum Schluss verteidigt und in gewisser, entscheidender Weise das letzte Wort behalten hat.« D’Lëtzebuerger Land

»›Wir sehen uns in Venedig‹ ass ganz sécher dat perséinlechst an dat éierlechst Buch, datt een sech an dëser Situatioun virstelle kann. Dobäi steet deenen traurege Momenter och eng zolitt Portioun Humor géintiwwer – deeselwechten Humor, deen d’Koppel Hausemer-Jaspers schonn ëmmer matenee verbonnen hat, an den et hinne wuel eréischt erméiglecht huet, fir mat der Krankheet ëmzegoen. (…) Op alle Fall ass et en Text, deen engem wierklech no geet an deen een esou bal net vergiesse wäert.« RTL

»Und so hat sich der Schriftsteller in eine Metapher verwandelt. Das ist nicht nur tröstlich, es ist im wahrsten Sinne des Wortes der Sprung aus dem Leben in die Dichtung. Und Menschen wie Georges Hausemer und Susanne Jaspers, die immerzu lesen und schreiben, und sicher auch all ihre Leser, können sich über eine solche Materialisierung tatsächlich freuen. Denn am Ende geht es in der Literatur doch darum, das Höhere, Andere und Nicht-Physische in die Welt zu holen. Darum, aus dem ganzen Staub einen Diamanten zu machen. (…) Die berührende Chronik seines letzten Weges.« Livres


»Ein Gewinn ist dieses Buch.« aus-erlesen.de​